Konzept & Strategie
Die Auswirkungen des Klimaveränderungen zeigen sich an vielen Stellen: Wo ist die Betroffenheit am größten? Welche Gruppen oder Sektoren sind besonders verwundbar? Welche Risiken gilt es zu beachten und inwiefern lassen sich Chancen durch den Klimawandel nutzen? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Prozess zur Erstellung von Konzepten und Strategien zur Klimawandelanpassung.
- Klimarisiko- und Verwundbarkeitsanalyse
- Klimaanpassungskonzept
- Strategie zur Klimawandelanpassung
- Hitzeaktionsplanung
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Unsere Leistungen im Detail
Die Klimarisikoanalyse (nach DIN 140091) bildet die Basis für ein umfassendes Handlungskonzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Sie liefert eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, identifiziert die dringendsten Handlungsfelder und sensibilisiert für die Chancen und Risiken des Klimawandels.
Beispielhaft sind hier die allgemeinen Bausteine einer Klimarisikoanalyse aufgeführt:
- Bestandsaufnahme zur Identifikation der Ausgangssituation und Screening zur Betroffenheit in den klimarelevanten Handlungsfeldern
- Analyse zur Erfassung der Auswirkungen des Klimawandels nach Handlungsfeldern, inkl. der Bewertung der Chancen und Risiken
- Beteiligung von relevanten Akteuren
- Erfassung der Anpassungsbedarfe und -kapazitäten
- Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
Die Verwundbarkeitsanalyse ist analog zur Klimarisikoanalyse zu sehen und umfasst je nach Bedarf auch die Erarbeitung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Die Klimarisikoanalyse bietet eine gute Grundlage zur Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes.
Die Erstellung einer Verwundbarkeitsanalyse wird im Rahmen von KLIMOPASS vom Land Baden-Württemberg gefördert.
Ein Klimaanpassungskonzept versetzt Kommunen und Unternehmen in die Lage, sich auf die zu erwartenden klimatischen Veränderungen und die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und die Bevölkerung und die Infrastruktur vor Schäden zu schützen.
Ein nachhaltiges Klimaanpassungskonzept betrachtet die Auswirkungen auf die verschiedenen Handlungsfelder und analysiert die daraus entstehenden Risiken. Maßnahmen, die zu einer Verringerung der Gefährdung führen, werden identifiziert und in einem Maßnahmenkatalog festgehalten.
Die Entwicklung eines Klimaanpassungskonzeptes kann beispielsweise die folgenden Bausteine umfassen:
- Bestandsaufnahme zur Erfassung der klimatischen Ausgangssituation und der bestehenden Maßnahmen
- Betroffenheitsanalyse und Aufnahme der Hotspots
- Entwicklung einer Gesamtstrategie
- Ausarbeitung eines Maßnahmenkatalogs
- Verstetigungsstrategie
- Controlling-Konzept
- Kommunikationsstrategie
Das Klimaanpassungskonzept wird in einem partizipativen Prozess unter Einbindung aller relevanter Akteure aus Verbänden, Vereinen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik erstellt.
Auch Unternehmen sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen und sich absichern. Mit der Entwicklung eines Klimaanpassungskonzepts für Unternehmen können Sie sich für die Zukunft wappnen und Ihre Belegschaft sowie Ihre Produktion vor nachteiligen Folgen des Klimawandels schützen.
Der Fokus einer Strategie zur Klimawandelanpassung liegt auf der Erarbeitung eines übergeordneten langfristigen Leitbildes das die mit der Anpassung verfolgten Ziele benennt und konkrete Maßnahmen für die ersten Schritte auf dem Weg dahin aufzeigt.
Grundlage der Strategieentwicklung ist eine Aufnahme der klimatischen Rahmenbedingungen, die Erhebung der Betroffenheit in den klimarelevanten Handlungsfeldern und ein breiter partizipativer Prozess zur Erarbeitung des langfristigen Leitbildes.
Ziel der Hitzeaktionsplanung ist es hitze-bedingten Erkrankungen und möglichen Todesfällen durch Hitze im Stadtgebiet vorzubeugen. Hierfür werden Maßnahmen zur Verhaltensänderung im Akutfall und präventive Maßnahmen zur Reduzierung der Hitzebelastung in der Stadt insgesamt erstellt.
Die Hitzeaktionsplanung beruht auf einer Erfassung der hitzevulnerablen Bereiche im Stadtgebiet. Neben den Klimadaten zur thermischen Wärmebelastung werden hierbei die besonders vulnerablen Personengruppen im Stadtgebiet erfasst.
Die Erstellung der Planungsgrundlagen beruht auf einem breiten Beteiligungsprozess, bei dem die relevanten Akteure für den Aufbau des Akut-Netzwerkes und die Umsetzung von Maßnahmen einbezogen werden.
Die präventiven Maßnahmen zur Verringerung der Hitzebelastung im Stadtgebiet umfassen Begrünung, Verschattung oder das Aufstellen von Trinkwasserspendern im Stadtgebiet. Daneben werden akute Maßnahmen für die Risikokommunikation an die Bevölkerung und an Hilfesysteme zur Unterstützung von vulnerablen Bevölkerungsgruppen entwickelt. Diese akuten Maßnahmen sind über Kommunikationskaskaden an das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes geknüpft und fungieren als Warnsystem im Vorfeld von Hitzewellen.
Mit der Hitzeaktionsplanung ist die Kommune besser auf die nächste Hitzewelle in der Stadt vorbereitet.